Trin
Umfeld der Schule
Geografische Lage und Historisches
Intensiver Landesausbau ab dem FrühMA mit einer Reihe von Aussensiedlungen (u.a. das noch im frühen 20. Jh. bewohnte Pintrun). Im Früh- und HochMA führte der Weg ins Bündner Oberland unter Umgehung von Flims über Digg-Pintrun-Conn-Tuora-Sagogn nach Ilanz. Im FrühMA lag vermutlich Königsgut in Digg. Die Burg Canaschal, östlich der Dorfkirche gelegenes Vorwerk von Crap Sogn Barcazi, wurde im 15. Jh. aufgegeben. 1616 kaufte sich T. von der Herrschaft Trins los. Zur Pfarrei T. gehörte bis 1459 Tamins. Die Pfarrkirche frühma. Ursprungs auf Crap Sogn Barcazi, eine befestigte Kirchenburg mit Baptisterium, soll gemäss Überlieferung um 750 von Pippin erbaut worden sein. Sie wurde im HochMA zugunsten der Dorfkirche aufgegeben, deren Patron St. Germanus 1459 erstmals erwähnt wird. 1535 trat die Gem. zur Reformation über (1990 85% ref.). Flur-, Wald-, Alp- und Gemeindeordnungen von 1567, 1616 und 1789; um 1780 strenge Bannwaldordnung. Ausgedehntes Bewässerungsnetz im 17. Jh. mit aufgehängten Wasserleitungen am Crap Sogn Barcazi. Bis ins 19. Jh. standen verschiedene Gewerbebetriebe an der Turnigla in Mulin. Im 19. Jh. fand eine starke Auswanderung statt, insbesondere der Fam. Caflisch nach Italien. Viele Männer waren saisonal als Bauleute in Kurorten tätig. Heute bilden Gewerbe, der Bau von Ferienhäusern und eine gut funktionierende Landwirtschaft die wirtschaftl. Basis; bisher erfolgte keine Güterzusammenlegung. 57% der Erwerbstätigen arbeiteten 1990 auswärts, v.a. in Domat/Ems. Der rom. Sprachanteil ist von 81% (1920) auf 29% (1990) gesunken. T. bildet einen Oberstufenschulverband mit Tamins und verfügt über ein eigenes Elektrizitätswerk. Grosse Belastungen durch den Durchgangsverkehr ins Bündner Oberland - an Spitzentagen fuhren bis zu 18'000 Fahrzeuge durchs Dorf - wurden durch die 1994 eröffnete Umfahrungsstrasse mit Tunnelführung südlich der Ortschaft behoben.
Literatur
-H. Erni, Historia dil signuradi de T. e della vischnaunca de T., 1913
-Gem. GR
Autor: Martin Bundi
Quelle: Historisches Lexikon der Schweiz
Nach einer Stagnation im Bauwesen in den 90-er Jahren erlebt Trin momentan ein erfreuliches Wachstum, was sich auch auf die Schülerzahlen auswirkt. Trin ist in der glücklichen Lage, dass die Schülerzahlen zunehmen.
Einwohnerstatistik
Trin (Stand: 2008)
| Wohnbevölkerung (2008) |
Altersstruktur in % |
|||||
| Total | Geburten |
Zuzüge | Wegzüge | 0-19 J. |
20-64 J. | 65 u. mehr J. |
| 1208 | 7 | 146 | 117 | 20.3 | 65.5 | 14.2 |
Erwerbsstruktur
Trin (Stand: 2005)
| Beschäftigte: Total und nach Sektoren (Jahr 2000) | Pendler (ohne Binnenpendler) | ||||
| Beschäftigte | Land- und Forstwirtschaft |
Industrie und Gewerbe |
Dienstleistung | Wegpendler | Zupendler |
| 254 | 47 | 120 | 87 | 408 | 80 |