Au
Geografische Lage und Historisches
Au liegt im Hinteren Bregenzerwald in einem Talkessel hinter dem Wahrzeichen des Tales, der Kanisfluh. Die erste dauerhafte Besiedlung lässt sich mangels Aufzeichnungen nicht genau datieren, da das Gebiet vorerst nur während des Sommers als Alpgebiet genutzt wurde. Besonders die Talterassen "Ohna" und "Bärngath" fanden als erste ihre Verwendung. Eine dauerhafte Besiedlung dürfte zwischen 1200 und 1300 erfolgt sein, wurde doch 1372 schon eine Kapelle in Jaghausen eingeweiht. Aus dem Jahre 1390 stammt der Stiftsbrief der Pfarrkirche Au, der endgültig auf dauerhaft bewohntes Gebiet deutet. Neben Bienenzucht, Fischerei und Obstbau stand vor allem die Jägerei im Vordergrund, wovon viele Namen zeugen. Die Auer erwiesen sich als äußerst geschickt und verdienten sich als Handwerker im Umkreis ein Zubrot. So entstanden eine ganze Generation großer Handwerker und Baumeister, bekannte Maurer, Steinmetze, Stukkateure und Zimmerleute. Im Jahre 1657 gründete Michael Beer die "Auer Zunft". Diese Baumeister schufen viele bekannte Bauwerke in Vorarlberg, in der Schweiz, im Elsaß und im süddeutschen Raum. Die bekanntesten Auer Barockbaumeister waren neben Michael Beer (Wallfahrtskirche in Rankweil) Michael und Christian Thumb, (Stiftskirche und die Bibliothek in St. Gallen) Kaspar Moosbrugger (Stiftsanlage von Einsiedeln), Franz Beer, Ferdinand Beer, Peter Thumb und Andreas Schreck.
Heute dominiert neben der Landwirtschaft der Fremdenverkehr das Leben im Dorf. Im Jahre 2008 wurden in Au rund 192.000 Nächtigungen registriert.
Einwohnerstatistik
Au (Stand: 2009)
| Wohnbevölkerung (2009) |
Altersstruktur in % |
|||||
| Total | Geburten |
Zuzüge | Wegzüge | 0-15 J. |
16-60 J. | 61 u. mehr J. |
| _ |
15 |
48 |
64 |
313 | 1053 |
313 |
Erwerbsstruktur
Au
| Beschäftigte: Total und nach Sektoren | Pendler (ohne Binnenpendler) | ||||
| Erwerbsquote der 15-64J.% |
Land- und Forstwirtschaft |
Industrie und Gewerbe |
Dienstleistung | Wegpendler | Zupendler |
| 466 |
__ | __ | __ | _ | __ |